SUPPLY CHAIN 4.0 BRAUCHT ZUKUNFTSFÄHIGE DIGITALE INFRASTRUKTUR

SUPPLY CHAIN 4.0 BRAUCHT ZUKUNFTSFÄHIGE DIGITALE INFRASTRUKTUR

Die Supply Chain im Gesundheitswesen ist heute ungenügend digitalisiert. Patientensicherheit und ungehobene Mehrwerte bleiben daher auf der Strecke. Bei Investitionsüberlegungen in die EDI-Infrastruktur ist zu überlegen, ob auf bestehende oder zukunftsfähige Lösungen gesetzt wird.

 

Um zu erläutern, was wir mit zukunftsfähiger Lösung meinen,  müssen wir zunächst definieren was wir unter Supply Chain 4.0 verstehen.

 

Grob gesagt lässt sich die Supply Chain in vier Phasen einteilen:

 

  1. Fertigung
  2. Beschaffung
  3. Anwendung am Patienten
  4. Post-use Monitoring

 

In einer idealen Welt ist der Warenfluss von den verarbeiteten Rohstoffen bis hin zum Post-use-Monitoring digital abgebildet und jederzeit abrufbar. Die Supply Chain 4.0 bindet alle zur Sicherheit und Automatisierung des Prozesses notwendigen Informationen ein, sei es über Daten von smarten Sensoren oder Daten von herkömmlichen Drittservices.

 

Nun wir leben nicht in einer idealen Welt. Zwar liegt es noch in weiter Ferne, die Fertigungsstufe miteinzubeziehen, doch Spitäler und Lieferanten arbeiten seit geraumer Zeit immerhin an einer sauberen Bestellabwicklung. Die Intralogistik vom Wareneingang bis zur Anwendung am Patienten wird nun hier und da mittels Barcode- oder RFID-System umgesetzt, sind aber hinsichtlich der gesamten Supply Chain Insellösungen. Eine Gesamtsicht auf die Supply Chain, inklusive der dafür notwendigen Gewährleistung der Daten, ist heute im Gesundheitswesen soweit als überschaubar nicht vorhanden.

 

Patientensicherheit gehört ins Zentrum der Supply Chain

Für eine durchgängige Supply Chain 4.0 braucht es insbesondere einen anderen Ansatz für die Beschaffung, resp. Bestellung. Die heutigen Konzepte mittels Datenintermediär sind am Anschlag, da sie nur noch beschränkt Mehrwerte vermitteln können. Ebenso oder noch wichtiger als die heute angestrebte effiziente Bestellabwicklung ist die Patientensicherheit. Und hier kommt die heutige elektronische Infrastruktur an ihre Grenzen.

 

Es ist an der Zeit, dass der Patient in der Supply Chain ins Zentrum rückt: Patientensicherheit durch sofortige und hundertprozentiger Rückverfolgbarkeit der Produkte, Rückrufüberwachung und Gewährleistung der Produktverfügbarkeit wären heute mit der richtigen Infrastruktur bereits möglich.

 

Heutige Intermediär-Lösungen sind begrenzt im Mehrwert

Gängige EDI-Lösungen fokussieren sich in der Regel auf Teilaspekte, wie die Anbindung mit einer digitalisierten Bestellabwicklung und einem Abgleich der Produktstammdaten. Zudem erfolgen die Anbindungen immer zwischen zwei Systemen, oft mit einem Datenintermediär und Hub dazwischen. Die Integration weiterer Parteien und Informationen in die digitale Supply Chain ist somit schwierig und bleibt stets unsicher.

 

Blockchain ist die zukunftsfähige Basis-Infrastruktur

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Nordwestschweiz hat Xatena eine Blockchain-basierte EDI-Lösung entwickelt. Sie bildet eine zukunftsfähige Basis-Infrastruktur zur Verlängerung des ERP-Systems zum Lieferanten für die Bestellabwicklung – Und zwar ohne Datenintermediär dazwischen. Zugleich ist sie das Bindeglied zur Intralogistik und erlaubt überhaupt erst das Post-Monitoring. Kurzum, sie ist die Grundlage für:

 

  1. die verlustfreie und unveränderbare Abwicklung von Transaktionen,
  2. den unveränderbaren Transport von sicherheitsrelevanten Produktdaten,
  3. die Einbindung von Informationen aus ergänzenden Systemen wie IoT,
  4. die Automatisierung von Aktionen über Smart Contracts,
  5. die Schaffung einer „Single pane of glass“ Sicht auf alle notwendigen Daten in der Supply Chain

 

Wer investiert tut gut daran, voraus zu denken

Wenn heute EDI-Lösungen evaluiert werden, muss die Frage gestellt werden, was die langfristigen Anforderungen an das Einkaufs- und Logistikmanagement sind. Heute sind noch nicht alle Services für die Supply-Chain 4.0 verfügbar, aber sie werden kommen. Wer diese dann integrieren will, tut gut daran, heute eine Infrastruktur zu legen, die diese dann auch aufnehmen und verarbeiten kann.

 

Ganzheitliche Konzepte die weiter gehen als der reine Datenaustausch können einen deutlichen Mehrwert generieren. Neben dem direkten Effizienz- und Sicherheitsgewinn ergibt sich weiteres Potential aus den erstmals gewonnen Daten und Einblicken. Es wird also darüber hinaus spannend werden, welche Rückschlüsse Anwender daraus ziehen werden und weitere Optimierungs- und Wertschöpfungsmöglichkeiten ableiten.

 

Photo von Markus Spiske auf Unsplash

 

 

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